Kerntagung 2022

Kerntagung 2022

Big Data in Economics

Die Verfügbarkeit umfangreicher Datensätze aus administrativen und unternehmerischen Quellen bzgl. der wirtschaftlichen Entscheidungen von Privataushalten und Unternehmen verändert die empirische Forschung in den Sozialwissenschaften grundlegend.

Wirtschaftswissenschaftler/innen und Statistiker/innen entwickeln neue Methoden, die Antworten auf altbekannte empirische Fragen liefern und eine wesentlich schnellere und genauere Forschung ermöglichen. Gleichzeitig verändern neue Daten und Methoden auch die Arbeitsweise von Verwaltungen und Unternehmen, was neue und herausfordernde Fragen für Politik und Gesellschaft aufwirft.

Keynotes

Die Hauptvorträge beleuchten verschiedene Aspekte der Nutzung von Big Data in der Wirtschaftsforschung. Raj Chetty (Harvard University) erklärt, wie Verwaltungsdaten wie zum Beispiel Steuererklärungen genutzt werden können, um die heterogenen Auswirkungen von makroökonomischen Schocks und Politikmaßnahmen auf den Einzelnen zu verstehen und eine Echtzeitdiagnose der Wirtschaft abgeben zu können. Raffaella Sadun (Harvard Business School) beschäftigt sich mit der Frage, wie Manager/innen große Datenmengen, die ihre Unternehmen erzeugen, in Bereichen wie dem Personalmanagement nutzen. Michael Lechner (Universität St. Gallen) untersucht die Forschungsmöglichkeiten, die sich aus der Kombination von Methoden des maschinellen Lernens mit großen Verwaltungsdatensätzen ergeben, um die Auswirkungen von Politikmaßnahmen zu ermitteln. Das Kerntagungspanel gibt einen Überblick über die Chancen und Herausforderungen der Nutzung von „Big Data“ in der Wirtschaftsforschung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Montag, 11.30 Uhr: Michael Lechner „Causal machine learning“

Montag, 14.15 Uhr: Raj Chetty "Using Big Data for real-time diagnostics in the economy“

Dienstag, 14.15 Uhr: Raffella Sadun "Using Big Data to analyze Management Practises“

Kerntagungspanel

Mittwoch 14. Sept. / 12:15-13:15

Datenzugang für die Forschung

  • Moderation: Gert G. Wagner, DIW Berlin
  • Kerstin Schneider, Bergische Universität Wuppertal, Vorsitzende RatSWD
  • Tobias Thomas, Generaldirektor Statistik Austria
  • Kurt Schmidheiny, Universität Basel