Trauer um Prof. Dr. Wolf Schäfer

Trauer um Prof. Dr. Wolf Schäfer

 

Der Verein trauert um Prof. Dr. Wolf Schäfer, langjähriges Vereinsmitglied und früheres Mitglied im Erweiterten Vorstand. Der Verein wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

Nachruf

Prof. Dr. Wolf Schäfer

Am 22. Februar verstarb Professor Dr. Wolf Schäfer in Kiel. Er war langjähriges Mitglied des Wirtschaftspolitischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik und in den Jahren von 2001 bis 2005 auch dessen Vorsitzender. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Wolf Schäfer wurde am 14. Juli 1941 in Hamburg geboren. Er studierte von 1963 bis 1968 Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Freien Universität Berlin. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft in Kiel verfasste er von 1968 bis 1970 bei Erich Schneider seine Promotion. Nach der Habilitation an der Christian-Albrechts-Universität Kiel im Jahr 1977 und verschiedenen akademischen Stationen im In- und Ausland wurde er im Jahr 1981 an die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg berufen, wo er von 2003 bis 2005 Vizepräsident war. Seine Forschungsschwerpunkte lagen bei Theorie und Politik der Außenwirtschaft und der Währung, der Europäischen Integration und der allgemeinen Makroökonomie.

 

Wolf Schäfer war in zahlreichen Ehrenämtern tätig, von denen hier nur einige genannt werden können: Vorsitzender des Wirtschaftspolitischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik (2001 – 2005), Vorsitzender der Hayek-Gesellschaft (2015 – 2019), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift „Wirtschaftsdienst“, Mitglied des Wissenschaftlichen Direktoriums des Europa-Kollegs Hamburg, Mitglied im Ausschuss für Außenwirtschaftstheorie und -politik des Vereins für Socialpolitik.

 

Über die akademischen Grenzen hinaus mischte sich Wolf Schäfer immer wieder engagiert in die wirtschaftspolitische Diskussion ein. Insbesondere sein im Jahr 1992 gemeinsam mit Renate Ohr aus Göttingen verfasstes Manifest „Die EG-Währungsunion führt zur Zerreißprobe“ fand zahlreiche Mitunterzeichner und große mediale Aufmerksamkeit. Auch darüber hinaus war er unermüdlicher Mahner für die Idee offener Märkte und der freiheitlich verfassten Gesellschaft. Seine Stimme wird fehlen.

 

Prof. Dr. Henning Klodt, Vorsitzender des Wirtschaftspolitischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik