Trauer um Prof. Dr. Dr. h.c. Leonhard Gleske

Trauer um Prof. Dr. Dr. h.c. Leonhard Gleske

 

Der Verein trauert um Prof. Dr. Dr. h.c. Leonhard Gleske, langjähriges Vereinsmitglied und als früherer Schatzmeister Mitglied im Engeren Vorstand. Der Verein wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

Nachruf
Prof. Dr. Dr. h.c. Leonhard Gleske


Geboren am 18. September 1921 in Bromberg, Polen schloss er das Studium der Volkswirtschaftslehre 1952 mit der Promotion in Heidelberg ab. Nach Tätigkeiten in verschiedenen Banken und in der Bank deutscher Länder war er von 1958-1964 Direktor für Währungs- und Finanzfragen bei der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel. Von 1964-1976 war Leonhard Gleske Präsident der Landeszentralbank in Bremen. Als Mitglied des Direktoriums von 1976-1989 mit der Zuständigkeit für das Dezernat Ausland (1976-1980) vertrat er die Bundesbank in zahlreichen internationalen Gremien. Als quasi Außenminister der Notenbank genoss Leonhard Gleske höchstes Ansehen.


Nach seinem Ausscheiden aus der Deutschen Bundesbank wirkte er erfolgreich in verschiedenen Funktionen, nicht zuletzt karitativer Natur. Er war Träger vieler Auszeichnungen. So erhielt er 1989 das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Sein anhaltendes Interesse an der Wissenschaft bezeugen zahlreiche Veröffentlichungen. 1985 verlieh ihm die Universität Münster die Würde eines Dr. h.c.


Leonhard Gleske hat sich große Verdienste als Schatzmeister des Vereins für Socialpolitik erworben. Trotz hoher beruflicher Belastung setzte er sich über die lange Periode von 1970-1991 mit großem Engagement für die Belange des Vereins ein. Immer wieder konnte er dem Verein in dieser Zeit entscheidend in Situationen finanzieller Bedrängnis helfen. Bei dem Gespräch über seine Nachfolge in dieser Funktion war ich beeindruckt von seinem persönlichen Einsatz.


Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing